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Kognitive Verhaltenstherapie


Grundlagen Kognitive Verhaltenstherapie


Die kognitive Verhaltenstherapie geht davon aus, dass jedes Verhalten in Situationen durch -oft unbewusste - Bewertungen "automatische Gedanken" bedingt ist. Es besteht eine wechselseitige Abhängigkeit von Verhalten, Gedanken, Gefühlen und Körperempfindungen.

Daneben wird die soziale Umgebung (z.B. Partnerschaft, Freundeskreis, Arbeit, kulturelle Faktoren z.B. Migration, Religion) und die Lebensgeschichte mit den damit verbundenen Prägungen in die Therapie einbezogen.  

Auf dem Boden eines gemeinsam mit dem Patienten erstellten "Erklärungsmodells" für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Symptomen, inneren Konflikten und Konflikten in Beziehungen zu anderen Menschen wird (bezogen auf die erarbeiteten Therapieziele) ein Therapieplan erstellt. Daraus werden die geplanten Interventionen abgeleitet (z.B. Konfrontation mit einer angstauslösenden Situation). Alle Maßnahmen und Therapieschritte werden regelmäßig hinsichtlich ihrer "Zieldienlichkeit" überprüft und ggf. angepasst. Neben den Problemen und Symptomen werden "Kraftquellen" bei einem Patienten berücksichtigt - jeder hat Fähigkeiten, gute Seiten, Erfahrungen und Kenntnisse. Jeder trägt die Möglichkeit zum günstigen Umgang mit seinen Problemen in sich.


Kognitive Verhaltenstherapie orientiert sich daran, Lösungen für die aktuellen Probleme zu erarbeiten. Sie geht von Grundannahmen aus, die in der Kindheit geprägt wurden. z.B. "Ich bin nicht liebenswert. Ich bin hilflos. Ich bin dumm“, etc.,  die sich in negativen, automatischen  Gedanken bezüglich einer aktuellen Situation widerspiegeln. Die kognitive Verhaltenstherapie untersucht die Gedanken in einer schwierig erlebten Situation im Hinblick auf Logik, auf typische gedankliche Verzerrungen und auf Realitätsbezug: z.B. "wenn ich eine schlechte Note habe, bin ich eine Versagerin."  Sie arbeitet gemeinsam mit dem Patienten an der Widerlegung der negativen Gedanken und versucht positive "Gegengedanken" zu entwickeln und in Übungen diese positiven Gegengedanken durch neue Erfahrungen zu bestätigen. Oft fällt es Patienten sehr schwer, diesen neuen Gegengedanken zu glauben: "Ich habe das zwar durchaus eingesehen, dass es nicht sein kann, dass ich eine Versagerin bin, nur weil ich einmal eine schlechte Note habe - aber ich fühle das nicht."

Die zugrundeliegenden Annahmen (core beliefs - Grundannahmen), die  als "Prägungen" oder auch Schemata aus der Kindheit oft in aktuelle Situationen einfliessen und die der Überzeugungskraft der neuen, konstruktiven Gedanken entgegen stehen, werden von mir vorzugsweise mit schematherapeutischen, gefühlsbasierten Methoden behandelt (s.a. Grundlagen zur Schematherapie).


Eigenbeteiligung und Mitarbeit

Die Verhaltenstherapie verlangt vom Patienten Engagement und eigene Beteiligung. Nach aller Erfahrung gelingen Veränderungen sehr viel häufiger, wenn "Therapieaufgaben", die in den Sitzungen besprochen werden, durchgeführt werden. Um die Übertragung in den Alltag zu gewährleisten, werden Patienten ermutigt, sich selbst zu beobachten, neues Verhalten auszuprobieren,  Erfahrungen zu machen, z.B. durch Konfrontation mit angstauslösenden Situationen, andere Kommunikationsformen oder andere Gedanken/Einstellungen zu "testen", mit denen sie mit sich selbst und ihrer Umgebung konstruktiver umgehen können.

Die VT bietet dafür viele Methoden an, die mit dem Patienten im Einzelnen besprochen werden und deren Einsatz von den zuvor festgelegten Zielen abhängig ist.

Wissenschaftlich belegte Wirksamkeit


Die Verhaltenstherapie gilt heute als das am besten untersuchte Therapieverfahren. Sie hat in zahlreichen Studien ihre Wirksamkeit und Nützlichkeit bewiesen.


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